Wirtschaft

Politische Stabilität als Garant für Investoren

Unter den Staaten der Zentralafrikanischen Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft CEMAC ist Kamerun derzeit das wirtschaftlich stärkste Land. Der Deutsche Wirtschaftskreis in Kamerun schätzt die wirtschaftliche Lage des Landes aktuell als günstig ein. Umfassende Infrastruktur- und Investitionsprojekte werden sukzessive im Land angeschoben, die auch für deutsche Unternehmen wachsende Chancen bieten.

Investitionen sollen vor allem im Energiebereich getätigt werden. Sie sollen die Engpässe im Energiebereich überwinden, die den industriellen Sektor stark beeinträchtigen. Bereits im Dezember 2005 startete die Regierung einen nationalen Energieplan für die Periode 2006 bis 2016. Mit einem Investitionsvolumen von 232 Mio. US$ soll die Stromproduktion und -verteilung ausgebaut werden. Oberste Priorität hat dabei der Bau des Staudamms Lom-Pangar in der Ostprovinz.

Experten erwarten einen weiteren Anstieg der kamerunischen Importe in den kommenden Jahren. Gründe sind vor allem eine wachsende Nachfrage bei Infrastrukturprojekten sowie weitere Investitionen in die Öl- und Bergbauindustrien. Kraftfahrzeuge und Traktoren sowie Anlagen, Maschinen und Geräte werden weiterhin die Einfuhrstruktur mitbestimmen. Auch höhere Einfuhren von Industrieausrüstungen sind zu erwarten.

Maßnahmen zur Förderung von Auslandsinvestitionen

Zum Kampf gegen die internationale Wirtschafts- und Finanzkrise hat die Regierung ein Programm aufgelegt, das von einem interministeriellen Komitee geprüft werden soll. Wenn es Kamerun gelingt, große Investitionen in die Wasserkraft, in Hafenanlagen und Straßenbau zu verwirklichen, kann das Land aus Bodenschätzen wie Bauxit, Eisenerz, Kobalt und Diamanten Einkommen schaffen. Außerdem werden Erdöl und -gas noch über Jahre und Tropenholz auf unabsehbare Zeit der besondere Reichtum des Landes bleiben.


Im Januar 2009 unterschrieben die EU und Kamerun ein bilaterales Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPA). Innerhalb der nächsten 15 Jahre soll Kamerun 80 % seiner Einfuhren aus der Europäischen Gemeinschaft zollfrei stellen. Im Gegenzug verbessert sich der Marktzugang für kamerunische Produkte in der EU. Die EU unterstützt Kamerun stetig bei der Verbesserung der Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit seiner Industrie.

Im regionalen Vergleich gilt Kamerun seit Jahrzehnten als eines der politisch stabilsten Länder. Die letzten Präsidentschaftswahlen fanden am 11.10.2004 statt. Präsident Paul Biya wurde mit überwältigender Mehrheit für weitere sieben Jahre bis 2011 in seinem Amt bestätigt. Premierminister Ephraim Inoni stellte Anfang März 2009 den 25-Jahresplan "Vision 2035" zur Entwicklung des Landes vor. Damit beende Kamerun, so der Wirtschaftsminister Louis Paul Motaze, eine mit der Wirtschaftskrise Mitte der 80er Jahre begonnene planungslose Zeit, die von unterdurchschnittlichen Wachstumsraten und von Misserfolgen im Kampf gegen die Armut gekennzeichnet gewesen ist. Der nun vorliegende, sich über einen Generationenzeitraum erstreckende Planungsrahmen soll ein Wendepunkt sein, an dem sich Kamerun zu einem Land mit Wachstum und Prosperität entwickelt.

Das festgelegte Ziel ist es, bis zum Jahre 2035 zum Kreis der Schwellenländer zu gehören. Um dieses Ziel zu erreichen, so der Wirtschaftsminister weiter, werde Kamerun seine Politik so ausrichten, dass mittelfristig zweistellige Wachstumsraten erreicht werden können. Diese Vorgabe gelte auch für die von der internationalen Gemeinschaft seit langem erwartete mittelfristige Wachstums- und Beschäftigungsstrategie, die sich an den Zielgrößen der Vision 2035 auszurichten habe. Unter anderem sieht der Plan vor, das Pro-Kopf-Einkommen von augenblicklich 983 US$ auf 3.800 US$ im Jahr 2035 zu steigern, ab 2017 zweistellige Wachstumsraten zu realisieren, den Anteil der Investitionen von jetzt 17,4 % auf 30 % im Jahre 2025 anzuheben und das Bevölkerungswachstum von momentan 2,8 % auf 2,0 % zu senken. Die kamerunische Regierung gehört zu einer der ersten des Kontinents, die deutliche Maßnahmen für die Förderung von Auslandsinvestitionen ergriffen hat.



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